ThASG koordiniert Thüringer Programm ThINKA

ThASG koordiniert Thüringer Programm ThINKA

Jena/Erfurt. Im August 2012 hat sich die ThASG auf das Interessenbekundungsverfahren zum Thema „Vernetzende und beratende Moderation und Koordinierung von wohnort- bzw. sozialraumbezogenen Projekten zur Organisation und Steuerung bedarfsgerechter Angebote der sozialen und beruflichen Integration“ im Rahmen des Operationellen Programms für den Einsatz des Europäischen Sozialfonds im Freistaat Thüringen beworben. Nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit einem Mitbewerber hat man sich letztendlich für uns entschieden. Bei dieser Entscheidung spielten für die Jury sicher unsere Erfahrungen in den Bereichen der Gemeinwesenarbeit und des Projektmanagements sowie die thüringenweite Vernetzung zu Trägern mit den unterschiedlichsten Profilen, vom Quartiermanagement über die Kinder- und Jugendarbeit bis hin zur beruflichen Integration, eine wesentliche Rolle.

Dem sperrigen Ausschreibungstitel der Interessenbekundung gaben wir kurzerhand einen Namen: INKA. Diese vier Buchstaben stehen für die Programmintention: Das „I“ für soziale und berufliche Integeration, „N“ für Nachhaltigkeit, „K“ für Kooperation statt Konkurrenz der Trägerlandschaft und „A“ für Aktivierung sowohl der Akteure vor Ort als auch der Bewohner und Hilfesuchenden, im Sinne zukünftig die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Später folgte noch das Präfix „Th“, das für Thüringer Initiative steht.

Laut der Interessenbekundung soll ThINKA zum „Aufbau sowie zur Steuerung eines bedarfsgerechten Unterstützungsangebots und eines sozialintegrativen Netzwerks im Sozialraum beitragen. Es werden keine neuen Strukturen aufgebaut, sondern vorhandene Anlauf,- Informations- und Beratungsstellen in den Quartieren genutzt und weiterentwickelt.“
Einerseits gilt es Einzelfallarbeit in Form von individueller Beratung und Vermittlung von „hilfebedürftigen“ Personen in allen Lebenslagen zu leisten, also sozial zu integrieren und damit die Grundlagen für eine berufliche Integration zu schaffen, andererseits aber auch einen Sozialraumbezug in Form von Stadtteilarbeit bzw. aufsuchender Sozialarbeit herzustellen. Die Verbindung dieser beiden Ansätze bildet das innovative Moment bei ThINKA. So wird es also Aufgabe der Stützpunkte sein, Komm- und Gehstrukturen zu verknüpfen. Denn erst mit diesem Ansatz kann die Lebenswelt der Hilfesuchenden kontextbezogen und ganzheitlich erfasst werden.

Mit diesem Ansatz gleicht ThINKA einem „Paradigmenwechsel“ in der Integrationsarbeit. Hinzu kommt, dass die Kommunen (kreisfreie Städte) und Landkreise stärker und von Anfang an in die Programmstrukturen eingebunden werden sollen. Ziel ist es, zwischen Kommune bzw. Landkreis, Wohnungsunternehmen und dem jeweiligen Träger des Projektes eine konstruktive Arbeitsbasis über die Etablierung einer Steuerungsgruppe aufzubauen. Damit werden die Voraussetzungen für eine transparente Arbeit sowie für verbindliche Zugänge zum Sozialraum geschaffen. Ebenfalls wird jeder INKA-Standort durch ein Monitoring begleitet, um am Ende des Programmes (Laufzeit bis 31.12.14) konkrete Ergebnisse über die Implementierung von INKA zu erhalten.

Im Dezember 2012 wurden elf Standorte ausgewählt: Ilmkreis, Kreis Altenburger Land, Unstrut-Hainich-Kreis, Saale-Orla-Kreis, Kyffhäuserkreis, die Landkreise Nordhausen, Schmalkalden-Meiningen, Gotha und Eichsfeld sowie die beiden kreisfreien Städte Gera und Weimar. Für die Umsetzung stehen insgesamt zwei Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds zur Verfügung.

Mehr Information über das Programm ThINKA unter: www.inka-thueringen.de

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